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Pressestimmen | reviews and articles

monografischer Artikel | monographic review
Helmut Merschmann, "E.K.G. Expositus" (»E.K.G.EXPOSITUS«), epd-film, Das Kino-Magazin, April 2004
monografischer Artikel | monographic review
Axel Schock, "Alles dreht sich um mich selbst" (»E.K.G.EXPOSITUS«), Berliner Morgenpost, 15.04.04
monografischer Artikel | monographic review
Silvia Hallensleben, "Ich in Serie" (»E.K.G.EXPOSITUS«), Der Tagesspiegel, Kultur, 15.04.04
monografischer Artikel | monographic review
Stefan Volk, "E.K.G. Expositus" (»E.K.G.EXPOSITUS«), film-dienst, Nr.08/04, April 2004
monografischer Artikel | monographic review
Diedrich Diedrichsen, "Jeder Film ein kleiner Tod" (»E.K.G.EXPOSITUS«), die tageszeitung, Kultur, 16.04.04
monografischer Artikel | monographic review
Maximilian Le Cain, "Free, Radical" (Festival Report), senses of cinema, February 2005


Aus dem Film: Der unabhängige Film hat ja für viele Fernsehzuschauer und Kinogänger manchmal so ein Geschmäckle von schwerverdaulicher Kost oder sogar Schund. Aber diese kleinen Perlen der Leinwandkultur haben durchaus ihren Reiz und finden ein begeistertes Publikum.
{SAT.1 Regionalreport, Baden-Württemberg, Sendung vom 04.01.96}
From the film: For many viewers of TV and cinema, independent film is indigestible or even trash. But these little pearls of screen-culture are quite appealing and attract an enthusiastic audience.
(SAT.1 Regional Report, Baden-Württemberg, Originally broadcast on Jan 4th, 1996)

Aus dem Film: Wie darstellbar ist die Wirklichkeit? Welche Grenzen setzen Moral und Medien. Fragen mit denen sich Michael Brynntrup in all seinen Filmen auseinandersetzt. - Experimentierende Spiegelbilder eines narzißtischen Künstlers, der sich als Selbstdarsteller inszeniert. Für die anderen, die in ihm sich selbst erkennen sollen.
(WDR 3 'KULTURSZENE', TV-Sendung vom 16.02.97 - Tim Lienhard)
From the film: How much can reality be represented? What limits are set by morality and media? Questions which Michael Brynntrup confronts in all his films. Experimental mirror images of a narcissistic artist, who performs as himself, so that others may recognise themselves in him.
(WDR 3 'KULTURSZENE', Originally broadcast on Feb 16th, 1997 - Tim Lienhard)


Fernsehjournalisten sind vor Ort, als um Mitternacht ein Patient in ein Neuköllner Krankenhaus eingeliefert wird. Regisseur Michael Brynntrup hofft, dass sich die Geschichte selbst erzählt.
(tip Berlin, Nr.03/04, 29.01.04)

»E.K.G« untersucht die Nachhaltigkeit bzw. Vorläufigkeit von Erwartungshaltungen in Film und Fernsehen. »E.K.G« ist ein Selbstportrait des Filmemachers als Gesamtkunstwerk. Eigenwillig und einzigartig verknüpft er seinen persönlichen Werdegang, seine Ziele, Gedanken und Kunstinstallationen, episodenhaft miteinander. "Wenn das Fernsehen mich filmt, dann filme ich das Fernsehen!", sagt der Regisseur und Hauptdarsteller Michael Brynntrup.
(Die ARD auf der Berlinale, Hrsg: Programmdirektion Erstes Deutsches Fernsehen, Februar 2004)

Das Neuköllner Immanuel-Kant-Krankenhaus existiert nur in diesem Film und ist kein Reformansatz von Gesundheitsministerin Ulla Schmidt: Ein Patient wird eingeliefert, eine bildergeile Journalistentunte ist mit ihrem TV-Team vor Ort, im OP hantiert Oberschwester Transe. Nackte Männer vögeln wie Todesengel poetisch in der Ecke, selbst die Ärzte kopulieren auf dem OP-Tisch. Exitus und Expositus, Tod und Selbstdarstellung: Wie weit liegen sie auseinander, welche Grenzen setzen Moral und Medien? Diese Fragen beleuchtet »E.K.G.« irgendwie. Fernsehen, das ist die Prostitution der Bilder, die nur gesendet werden, wenn die Quote stimmt. Also muss Brynntrups Voyeur die visuelle Verantwortung tragen und sich mehrmals entscheiden, ob er weitersehen will. Lange Interviewpassagen mit Jürgen Baldiga exponieren das Todesthema aus anderer Perspektive. Der 1994 an den Folgen von Aids gestorbene Fotograf ging in seiner Arbeit spielerisch und offensiv mit der Krankheit und dem absehbaren Tod um. Brynntrup ist immer auch sein eigenes Medium, daher sind seine Werke experimentelle Spiegelbilder eines narzisstischen Künstlers. Der Berliner Filmemacher bricht gern die Form, das tut er auch hier. Denn sonst sind seine Filme eher kurz und lustig, dieser hier wirkt wie ein Langzeit-"EKG": intelligent, aber anstrengend.
(Siegessäule Berlin, Februar 2004 - Andrea Winter)

Der Experimentalist - Christentum und Tod, Historie und die technische Reproduzierbarkeit der Dinge, die Selbstreflektion des Ich, des Kinos, der Kunst: Das sind die Themen, um die sich Michael Brynntrups Werk dreht. Unter anderem stellt er seit Teenagertagen in der Regel kürzere Experimentalfilme her, oft unter Verwendung vorgefundenen Materials, und ist mit diesen schon bis ins New Yorker Museum of Modern Art vorgedrungen. Anders als viele seiner Kollegen zeigt der 1959 in Münster geborene Wahl-Berliner dabei oft Sinn für bizarren Humor, (Selbst-)Ironie, ja Sarkasmus. Seine Filme wurden in den letzten Jahren zunehmend narrativ. (...) Nun ist Brynntrup mit »E.K.G. Expositus« (Die öffentlichen und die künstlerischen Medien) im Forum vertreten.
(zitty Berlin, Nr.04/04, 05.02.04 - Jan Gympel)

Experimentalfilm. Aus einer Szene in einem Neuköllner Krankenhaus entwickelt sich eine filmische Reflexion über kinematographisches Erzählen.
(Zitty Berlin, Nr.04/04, Berlinale Termine, 05.02.04)

EKG Expositus: Michael Brynntrup turns his eye on the media - For over two decades experimental film-maker Michael Brynntrup has been exploring issues such as homosexuality, identity and biography and the relationship between reality and media in a multilayered, dense but also slyly ironic style. His latest work intertwines three mid-1990s shorts and the media reaction to the films into a reflection on how media images are in turn represented in other media images. "EKG is an example of how we can address social issues and reflect their presentation in the media," he says.
(Screen at the Berlinale, Berlinale Daily News, Day 3, 07.02.04)

Auf ganz andere Weise macht der Berliner Fotograf und Experimentalfilmer Michael Brynntrup sein eigenes Leben zum Dauerthema seiner künstlerischen Beschäftigung. »E.K.G. Expositus« (Forum), mit 101 Minuten sein erster abendfüllender Film, erscheint wie eine Art Resümee seiner bisherigen Arbeiten: Mit vielfältigen technischen Spielereien, selbstironischen Brechungen, zum Teil höchst unterhaltsamen und humorvollen Einfällen reflektiert er das eigene Selbstbild, aber zugleich auch die eigene künstlerische wie die mediale Auseinandersetzung.
(Berliner Morgenpost, 08.02.04 - Axel Schock)

Die Berlinale ist nicht nur ein ästhetisches und gesellschaftliches Ereignis, sondern auch ein ethnologisches. Wer sich erst in den Sog der zahlreichen nigerianischen, finnischen und koreanischen Filme des Festivals, begibt, wird sich anschließend nicht bloß, wie dies das Fachpublikum im Forum so gern und ausdauernd tut, Fragen nach der Schnittechnik und der Finanzierung stellen; er wird, gerade dann, wenn das künstlerische Gelingen ein Werk nicht zweifelsfrei von allen anderen abhebt, und wenn sich die Motive und Stimmungen eines Tages im Kopf wohlig zu vermischen beginnen, unwillkürlich zum Feldforscher der kulturellen Verschiedenheiten. Was könnte besser als die allen gemeinsame Sprache des Kinos demonstrieren, daß es der Globalisierung bislang noch keineswegs gelungen ist, die Welt zu vereinheitlichen?
Dabei fällt dann auch auf heimische Erzeugnisse ein fremder, relativierender Blick: zum Beispiel auf Michael Brynntrups Film »E.K.G.Expositus (die öffentlichen und die künstlichen Medien)«, eine Dokumentation des Neuköllner Regisseurs über sich selbst, seine Kurzfilme (die praktischerweise auch alle gleich innerhalb der 101 Minuten gezeigt werden) und die Fernsehinterviews, die bislang mit ihm gemacht wurden. Innerhalb dieser Beobachtungskonstellation zweiter und dritter Ordnung, die sich auch noch die Signen "Untersuchung des Bildes" und "Beobachtung der Medien" anheftet, fällt dann plötzlich und völlig überraschend ein rührendes Wort: "Nähe". Brynntrup sagt im Fernsehinterview, daß er sich nach nichts so sehnt wie nach Nähe, nach besinnungsloser Nähe, und als der anbiederisch duzende Fernsehmensch nachfragt, weshalb denn das so sei, kann er gar keine bündige Antwort geben. Aber der Zuschauer, der gerade Brynntrups "Loverfilm" im Film gesehen hat, wo die Paßfotos der vielen verflossenen Liebhaber des Regisseurs Revue passieren, ahnt, mit wieviel schwerer Arbeit dieses Projekt verbunden sein muß. (...)
(...) So landet das Nähe-Motiv nach einem langen Berlinale-Tag, wieder bei der labyrinthischen Selbstbespiegelung des deutschen Beitrags. Hier ist die Rekonstruktion des Gefühls durch Abstraktion ausdrückliches Programm. Aus der Perspektive des Weltkinos kann man diese Anstrengung auch als Dokument einer etwas eigentümlichen Kultur würdigen.
(Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.02.04 - Mark Siemons)

Der Einsatz des eigenen Körpers als die Bedingung für andere Sichtbarkeiten - zwischen Kenneth Angers "Fireworks" und den Filmen von Bruce LaBruce dürfte dies die Dominante homosexueller Selbstbeschreibung gewesen sein. Seitdem der lückenlose Exhibitionist für die neuen Verteilungsdramen des Fernsehens herbeigenötigt wird, ist dieses Modell deutlich entwertet. (...)
Aus der einst recht krachigen Berliner Abfall-, Körper- und Selbstdarstellungskultur ist Michael Brynntrup als dauerhafteste Figur hervorgegangen. In »E.K.G. Expositus« hat er sich nun einen Wurf in Spielfilmlänge gegönnt, der seiner Vorliebe für kleine Sprachspiele und niedlichen Slapstick treu bleibt. Dazu hat er aus früheren Filmen exzerpiert und das Tagebuch eines abwechslungsreichen Lebens plus Rahmenhandlung erstellt. Die Öffentlichkeit zwingt ihn zu tun, was er ohnehin am liebsten macht: sich in der eigenen Wohnung filmen.
(taz Berlin, 10.02.04 - Manfred Hermes)

Ein Sender nur für uns - Das freie Berliner Radio reboot.fm bringt gute Musik und arbeitet an der Vernetzung lokaler Kulturproduzenten. (...) Unkonventionell wie die Zielvorgaben für das Radio, gestaltet sich auch das Ambiente am Sendeplatz: Neben gemütlichen Sesseln und Sofaecken, dominiert das lang gezogene Pult mit den technischen Equipment für die Radioproduktion die Szenerie. Keine Trennscheiben, keine roten Warnlampen, die vor Betreten des Aufnahmebereichs warnen. Gäste sind hier nicht nur theoretisch herzlich willkommen. Während der Livesendung zur Berlinale - der Schwerpunkt der Sendung liegt selbstverständlich auf den Beiträgen des Internationalen Forums des Jungen Films der Berliner Filmfestspiele und nicht auf den Hauptfilmen - gehen ständig Leute ein und aus. In einer der Sofaecken wird gerade der Filmemacher Michael Brynntrup zu seinem Langspielbeitrag »Ekg Expositus« interviewt. - Währenddessen steht Julia Lazarus hinterm Pult, spielt Filmausschnitte ein und stellt Zwischenfragen. Alle rauchen. Zwischenzeitlich verkehren sich die Rollen, der Filmemacher beginnt die ModeratorInnen zu ihrem Projekt zu befragen, es entspannt sich mehr ein Dialog als ein klassisch, hierarchisch geführtes Interview. (...)
(Jungle World, 9/04, 18.02.04 - Martin Kröger)

Brynntrup nennt sein Werk "eine Geschichte, die sich selbst erzählt". (...) Was dann folgt ist eine komplexe Reflexion über mediale Darstellungen und die Erwartungshaltungen des Zuschauers. Oder in Brynntrups Worten: "ein dramatischer Film und ein experimentelles Spiel".
(Yorcker das Filmmagazin, Nr.42, März-Mai 2004)

Michael Brynntrup often performs the leading role in his movies. Yet his films are different than the films originating from an autobiographical filmmaking tradition in North America who use private lives as a form of artistic expression. When Michael Brynntrup exposes his subjectivity, it's not a one-to-one representation and he addreses always the human being in general. His films can be seen as experimental reflections of a narcissistic artist who presents himself as a man portraying himself to others who are supposed to recognise themselves in him.
(Tampere International Short Film Festival, catalogue March 2004 - Maarit Jaakkola)

Päähenkilönä elokuvaohjaajan itsensä näköinen hahmo
(...) Lopullinen filmi syntyy leikatessa -- Brynntrupin filmien keskeisiä teemoja ovat identiteetin pulmallisuuden lisäksi olleet muun muassa seksuaalisuus, homous, kuolema ja mediakritiikki, joita Tampereen elokuvajuhlien kaksi näytöskoostettakin sivuavat.
Opintojen perua lienee myös ohjaajan mieltymys metaelokuviin, joiden tarinoissa pohditaan elokuvan oman olemassaolon edellytyksiä. Tätä tukee erilaisten kuvaformaattien kuten Super-8:n, 16 millimetrin ja 35 mm:n filmin sekä digivideon huoleton sekoittaminen, josta viime vuonna valmistunut »E. K. G. Expositus« on hyvä esimerkki.
»E. K. G. Exposituksen« päähenkilönä nähdään Brynntrup itse, joka tarinassa on joutunut sairaalan leikkauspöydälle. Kehyskertomus sekoittaa 16 mm:n otoksia, digivideota ja valvontakameran kuvaa, ja myöhemmin ohjaaja leikkaa juttunsa lomaan aiempia lyhytfilmejään kokonaisuudessaan.
"Elokuvieni tekeminen alkaa usein omasta asunnostani, koska työskentelen mielelläni ystävieni kanssa. Kuvauspaikat valitsen yleensä naapurustosta", Berliinissä asuva Brynntrup kertoo.
Lopullinen luomisprosessi tapahtuu leikkauspöydällä. -- "Vasta elokuvaa editoidessa näkee, mistä asioista itse onkaan kiinnostunut. Vanhat pätkät ovat erityisen hyviä, koska ne valottavat omaa aikaisempaa ajatusmaailmaa." (...)
(Turun Sanomat, 05.03.04 - Taneli Topelius)

Als Hauptdarsteller in einer Rolle, die aussieht wie der Regisseur selbst
(...) Der endgültige Film entsteht beim Schnitt -- Zentrale Themen in Brynntrups Filmen sind - neben der Problematik der Identitäten - u.a. Sexualität, Homosexualität, der Tod und die Medienkritik. Die zwei Vorstellungen beim Filmfestival von Tampere berühren auch diese Themen.
Wohl durch das Studium (der Philosophie) ist auch die Vorliebe des Regisseurs für Metafilme enstanden, in denen man die eigenen Voraussetzungen des Filmes reflektiert. So erklärt sich auch das unbekümmerte Mischen der verschiedenen Bildformate, wie Super-8, 16 und 35 Millimeterfilm und auch Digitalvideo. Ein gutes Beispiel dafür ist der im letzten Jahr entstandene »E.K.G. Expositus«.
Brynntrup ist selbst der Hauptdarsteller im »E.K.G. Expositus«, und er ist in der Geschichte (Plot) auf einen Operationstisch geraten. Die (Rahmen-) Geschichte mischt Aufnahmen von 16 Milllimeter, Digitalvideo mit dem Bild der Überwachungskamera. Später montiert der Regisseur auch komplette, frühere Kurzfilme in diese Rahmenhandlung.
"Meine Filme finden oft ihren Anfang in meiner eigenen Wohnung, und gerne arbeite ich mit meinen Freunden. Drehorte wähle ich oft in meiner Nachbarschaft aus, - der ganze Entstehungsprozess liegt dicht in meinem unmittelbaren Umfeld", erzählt der in Berlin lebende Brynntrup.
Der Kreationsprozess passiert am Schneidetisch. -- "Erst wenn man schließlich das über Jahre gesammelte Filmmaterial editiert, sieht man, für welche Motive und Themen man sich selbst interessiert. Die alten Aufnahmen sind besonders geeignet, frühere Denk- und Sichtweisen zu erhellen." (...)
(Turun Sanomat, 05.03.04 - Taneli Topelius, Übersetzung: Teppo Jokinen)

Schräg und skurril - ein echter Brynntrup.
(Plot Scream, April 2004 - Gerau Eissler)
Weird and droll - authentic Brynntrup.
(Plot Scream, April 2004 - Gerau Eissler, translation: http://www.emaf.de)

In diesem Selbstportrait reflektiert Künstler Michael Brynntrup über die Wirkung seiner Kurzfilme.
(http://cinema.msn.de/film/details/0,1501,442057_inhalt,00.html - April 2004)

Im Immanuel-Kant-Krankenhaus in Berlin-Neukölln wird um Mitternacht ein Patient eingeliefert. Noch weiß niemand Genaueres über seine Identität und Hintergründe. Ein Fernseh-Kamerateam ist vor Ort, und eine Geschichte nimmt ihren Lauf - von den Dreharbeiten über die interpretierende Nachbearbeitung bis zum fertigen Film, den der Betrachter nun im Kino sieht.
Vom Umgang mit Bildern im modernen Medienraum und den damit verbundenen Erwartungshaltungen berichtet der mitunter dokumentarisch wirkende, doch rundum fiktive Film-im-Film-Experimentalfilm von Michael Brynntrup - allerdings nicht gerade leicht zugänglich.
(MovieNews Handheld Version, Entertainment Media Verlag, April 2004 - http://handheld.kino.de/film.php4?nr=80173)

Der filmische Reigen repräsentiert das Spektrum an persönlichen Interessen und formalen Ausdruckmöglichkeiten des Michael Brynntrup, die allesamt fürs Fernsehen wohl nicht in Frage kämen. Die reflexiven Spielereien des Experimentalfilms erscheinen einfach zu feinsinnig für die ungebrochene Darstellung im Nachbarmedium. So können die Grenzen zwischen ernster und unterhaltender Muse, zwischen Kunstanspruch und Massenappeal als wiederhergestellt gelten, auch wenn es bei Brynntrup stets äußerst unterhaltsam und ironisch zugeht.
(epd-film, Das Kino-Magazin, April 2004 - Helmut Merschmann)
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"Ich bin die Variable, ich thematisiere und mathematisiere mich, in der Gleichung von Kunst und Leben. Ich bin zugleich Subjekt und Objekt meines Interesses ..." Seiner Kunst- und Lebensphilosophie bleibt Michael Brynntrup auch in »E.K.G. Expositus« treu. Der Multimediakünstler mathematisiert zunächst sich selbst, indem er in narzisstisch-expressionistischer Manier stumm mit Bademütze vor der Kamera hopst oder sein Polaroid-Porträt gleich 50-Mal vervielfältigt und verfremdet. Dazu recycelt er mehrere seiner alten Werke ­ nichts an »E.K.G.« ist neu. Doch die "authentische Selbstreflexion" und Wiederverarbeitung der eigenen Werke ist keine Einfallslosigkeit, sondern Programm. Der experimentierfreudige Neuköllner will nämlich beweisen, dass es unmöglich ist, "im Zeitalter der technischen Reproduzierbarkeit ein identisches Doppel zu schaffen".
(Siegessäule, Berlin, April 2004 - Andrea Winter)

»E.K.G. Expositus« beginnt in der Notaufnahme eines Krankenhauses: Ein Filmemacher ist eingeliefert worden. Von dort an beginnt der Film zurück zu erzählen, löst sich in Nebenstränge auf, zeigt die Produktion von erzählerischen Anfängen, die keinen Anschluss finden, bis hin zu Brynntrup, der ständig zwischen Person und Figur wechselt. Ein Filmteam will Brynntrup, den experimentellen Filmemacher, interviewen, und der hat eine Idee, die den Grundgedanken seines Werks verdichtet: "Wenn das Fernsehen mich filmt, dann filme ich das Fernsehen." (...)
"E.K.G. Expositus" hat eine Tendenz zu nerven, aber Brynntrup verfügt über genug Ironie, seine Selbstzentriertheit immer wieder aus der Distanz betrachten zu können. Zwischen der dramatischen Rahmenhandlung und den experimentellen Einschüben entspinnt sich dabei ein interessantes Spiel mit den Erwartungshaltungen.
(fluter, Hrsg: Bundeszentrale für politische Bildung, April 2004 - Andreas Busche)

Routine-Untersuchung - "Ich male mein Leben lang nur mich selbst", sagt Brynntrup und hat diesbezüglich mit »E.K.G. Expositus« sein Opus Magnum geschaffen. Ein abendfüllender Dokumentarfilm über sich selbst als Künstler und Medienmenschen. (...) Doch das Experiment funktioniert nicht. In eine sehr knappe Rahmenhandlung bettet Brynntrup mit ihm geführte Fernseh-Interviews ein, unterbrochen von einigen seiner alten Kurzfilme. Mit Schlingensiefscher Milchbubigkeit spinnt er sich zwischen den Kurzfilmen einen Mediendiskurs zusammen, der am Ende - wie in der Rahmenhandlung seine Filmfigur selbst - zerschmettert auf einer Bahre in der Sinnklinik landet. Hineingelötet hat Brynntrup »Loverfilm« (1996), »Aide Mémoire« (1995), »Herzsofort.Setzung II« (1996) und »Kein Film« (2000) - alles treffsichere Werke konkreten Filmanarchismus', jedes für sich mit klaren stilistischen Qualitäten. Zusammenbekommen aber hat er sie nicht. Sein "E.K.G." zeigt eindeutig: Das Herz seiner Arbeit schlägt in der kurzen filmischen Form.
(Schnitt, Nr.34, April 2004 - Oliver Baumgarten)

Anfang der 80er Jahre fungierte Michael Brynntrup in Berlin-West als Integrationsfigur einer unabhängigen, sich vehement auf Super-8 zu Wort meldenden Filmszene. Unvergessen seine 1986 initiierte Kompilation »Jesus - Der Film«, für die er die wichtigsten Exponenten des filmischen Undergrounds für einzelne Episoden der Passionsgeschichte verpflichtete und selbst dabei den Schmerzensmann verkörperte.
Dieser offensive Narzissmus blieb typisch für das filmische Werk Brynntrups. Er dreht ausschließlich Filme über das Filmemachen, in denen er stets die Rolle des (schwulen) Filmemachers vor und hinter der Kamera spielt. Immer wieder zitiert er dabei auch auto- und werkbiografische Momente, die dadurch eine gewisse selbstreferenzielle Eigendynamik entfalten. So auch in seiner jüngsten Arbeit: In »E.K.G. Expositus« bewegt sich das Recycling-Karussell noch eine Runde weiter. Eine lose strukturierte Rahmenhandlung in einem Neuköllner Krankenhaus dient diesmal als Trägermedium für drei komplette Kurzfilme des Jahres 1996; darüber hinaus finden sich eine Vielzahl von älteren Produktionen in Ausschnitten und Komprimierungen wieder.
(tip Berlin, Nr.08/04, April 2004 - Claus Löser)

In der Rahmenhandlung wird die medienkritische Unterzeile des Filmtitels aufgegriffen: Der Experimentalfilmer versucht, sich innerhalb der aktuellen Ära totaler Digitalisierung zu positionieren. Unter dem Motto "Wenn das Fernsehen mich filmt, filme ich das Fernsehen", gibt er vor, die Begehrlichkeiten täglicher Abbildungswut umzukehren. Fernsehteams, die ohne Unterlass in sein Gehäuse künstlerischen Eremitentums einzudringen scheinen, rückt er im Gegenschuss-Prinzip auf den Pelz - als müsse er sich aus existenziellen Gründen ihres Vampirismus erwehren.
Diese wissentliche Umkehrung der tatsächlichen Gegebenheiten wirkt dann doch ein wenig zu eitel. Schließlich dürften sich die an Experimentalfilmen interessierten TV-Redakteure weltweit an zwei Händen abzählen lassen. Als Feindbild selbsternannter Medienpartisanen wie Brynntrup eignet dieses Häuflein sich wenig - sie sind ja selbst fast schon Underground.
(Berliner Zeitung, 15.04.04 - Claus Löser)

»E.K.G. Expositus«, uraufgeführt bei der Berlinale 2004, ist sein erstes abendfüllendes Werk. Brynntrup bezeichnet es als "Metafilm", als einen "Film über Film". Und tatsächlich spiegelt der Neuköllner Künstler das Medium immer wieder in sich selbst und entwickelt eine intelligente, humorvolle und ständig überraschende, spielerische Form der Selbstreflexion.
(Berliner Morgenpost, 15.04.04 - Axel Schock)
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Michael Brynntrup gibt zu, eine narzisstische Sicht auf die Dinge zu werfen. Er filmt so gar seinen Auftritt beim Radiointerview - trotzdem sind seine Filme mehr als nur Nabelschau. Wenn eine prollige Nachbarin im Hinterhof "du schwule Ratte" keift, ist das für Brynntrup ein Stück Material, nicht nur der schwulen Realität. Ein Teilstück von »E. K. G.« porträtiert den Fotografen Jürgen Baldiga, der in den Neunzigern an Aids starb. Zwischen drin gibt es flackernde Videokunst. Ein weiterer Teil ist sein »Loverfilm«, in dem er diverse verblichene Sexpartner auflistet - oft mit Foto und Datum des Treffens. Auch hier über schreitet er provokativ Sehgewohnheiten.
Fragmenthaftes und faszinierendes Filmprojekt.
(Der Tagesspiegel, Ticket, 15.04.04 - Andreas Becker)

Der Blick zurück in Zorn und Verwunderung ist durchaus gelungen, denn Brynntrup entgeht fadem Selbstmitleid ebenso wie platter Medienkritik. (...) Der Reiz des Films liegt dabei in Brynntrups serieller Erzähl- und Schnittweise: Dabei laufen nichtssagende Fernsehsequenzen aus der Brynntrup-Berichterstattung in Wiederholungsschleifen zu einer bizarren Medienkür heiß.
(Der Tagesspiegel, Kultur, 15.04.04 - Silvia Hallensleben)
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AVANTGARDE - "Wenn die vom Fernsehen mich filmen, dann filme ich die auch!" Mit diesen Worten dreht Michael Brynntrup den Kameraspieß um, parodiert zu Beginn und am Ende wichtigtuerisches TV-Gehabe und baut bearbeitete Fernsehberichte über sich ein. Die Arbeit mit Found Footage gehört ohnehin zu den Konstanten im Werk des Wahl-Berliners, das mit dem oft distanzierenden und irreführenden Etikett "experimentelles Kino" versehen wird. Seit über 20 Jahren umkreist und erkundet Brynntrup Techniken des Erzählens, die Entstehung und den Umgang mit Bildern, deren Wahrheitsgehalt, das Verhältnis von Fiktion und Wirklichkeit, den Zwang und den Willen zur Verletzung der Intimsphäre. Im Gegensatz zu vielen seiner Kollegen geschieht dies auf oft faszinierende, selbstironische und spielerische Weise, mit Kommentaren, Überlagerungen und Wiederholungen.
So geht es denn auch in diesem abendfüllenden Werk zu, das im Untertitel als "das Selbstporträt eines Filmemachers in öffentlichen und künstlerischen Medien" bezeichnet wird, und in das umfangreiche Ausschnitte von Brynntrups bisherigem Schaffen eingebaut sind. Eine interessante Reflektion, die Lust auf mehr macht.
(Zitty, Nr.09/04, 15.04.04 - Jan Gympel)

Eine ständig vorgeführte Einsicht dieses Films ist die in die Nichtneutralität des Medialen. In einer Zeit, wo die Spannung zwischen filmenden bildenden Künstlern und Filmern, die an Kunstorten operieren, oft anhand von materialbezogenen Fragen diskutiert wird, zeigt Brynntrup, dass und wie solche Neutralität Ideologie bleiben muss.
(die tageszeitung, Kultur, 16.04.04 - Diedrich Diedrichsen)
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Die Einlieferung in ein Krankenhaus dient als Anlass für eine Reihe von Reflektionen, in deren Verlauf der Experimentalfilmer Michael Brynntrup seine Selbstbeschreibungen und Erinnerungen mit einer Fülle von Projektionen unterwandert, Authentisches und Fiktionales aneinander reiht und durch die Zitation bereits realisierter Projekte eine Art innerfilmische Ich-Kopie erstellt. Die provokative Selbstbespiegelung des narzisstischen Filmemachers steht sich durch ihre hoch artifizielle Struktur oft selbst im Weg, obwohl der schwer kategorisierbare Film immer wieder durch Passagen voller innovativer Visualität in Bann schlägt.
(film-dienst, Nr.08/04, April 2004 - Stefan Volk)
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»E.K.G.Expositus« heißt der neue experimentelle Spielfilm von Michael Brynntrup, der im Februar auf dem Berliner Forum uraufgeführt wurde. Wie alle Filme Brynntrups ist auch dies ein Kompendium aktueller und älterer Kurzfilme, die er in einer fiktiven Rahmenhandlung bündelt.
(Festivalzeitschrift European Media Art Festival Osnabrück, April 2004)

Michael Brynntrup wählt in »E.K.G.Expositus« die subjektivste aller Formen: Er zeigt Ausschnitte seiner über 50 Kurzfilme. Ein Schnelldurchlauf eines bemerkenswerten Künstlers, der voller Humor und narzisstischer Attitüde gleichzeitig das gelungene Bravourstück schafft, damit die letzten 25 Jahre schwulen Lebens in (West-)Berlin zu dokumentieren.
(Neue Osnabrücker Zeitung, 22.04.04 - Wolfgang Mundt)

Seit zwei Jahrzehnten abstrahiert der Berliner Multimediakünstler und Experimentalfilmer Michael Brynntrup sein eigenes Leben und landet nicht selten bei zentralen Themen wie Tod, Biografie oder dem Spiel mit Wahrheit und Erfindung. Sein erstes abendfüllendes Werk "E.K.G. Expositus", uraufgeführt bei der Berlinale 2004, bezeichnet er als "Metafilm", in dem er das Medium immer wieder in sich selbst spiegelt.
(LOOM NEWS, http://www.loom.at, 27.04.04 - heimdall)

"Wenn die mich filmen, dann filme ich die auch". In E.K.G. EXPOSITUS spielt der Experimentalfilmer Brynntrup Ping-pong mit dem Seelenstriptease vor der Fernsehkamera und verschmelzt die Interviewausschnitte gekonnt mit der Fernsehästhetik seiner Arbeiten.
(VIDEOEX Festival, http://www.videoex.ch/videoex04, Mai 2004)

Der Künstler und Experimentalfilmer Michael Brynntrup (*1959) aus Berlin hat seit Anfang der Achtziger Jahre über 60 Filme, Videos und interaktive CD-ROMs geschaffen. Er verwendet beim Filmemachen alle erdenklichen Formate von 16mm über Video bis hin zur Flashanimation. Brynntrup inszeniert und reflektiert seine Person in der Vielzahl seiner Filme, um dabei von seinem persönlichen, unmittelbaren Umfeld zu abstrakten Themen zu gelangen.
»E.K.G. EXPOSITUS« - Brynntrup kollabiert und findet sich mit viel Mull um den Kopf in einem Krankenhaus in Neukölln wieder. Dabei hatte er doch nur ein bisschen im Rampenlicht der Medien stehen wollen. Was ist geschehen? Ausgangspunkt des Filmes bildet das Angebot eines WDR-Redakteurs, ein Fernsehproträt von Michael Brynntrup zu machen. Für Brynntrup ist das zugleich der Anfang zu seinem neuen Film, für den er zwar schon Kulturfördergelder, jedoch noch keine genauen Ideen hat.
"Wenn die mich filmen, dann filme ich die auch". Im nun folgenden Film verschmelzt Brynntrup gekonnt seine eigenen Arbeiten mit der Fernsehästhetik der Interviewausschnitte und untersucht auf diesem Wege die Bilder von seiner Person in den "öffentlichen und künstlerischen Medien".
Dabei spielt Brynntrup Ping-pong mit dem Seelenstriptease vor der Fernsehkamera und mit seiner charmanten Nachbarin, die ihm aus den Untiefen des Berliner Hinterhofs heraus den Tod wünscht.
(Katalog VIDEOEX, Zürich, Mai 2004 - Wolf Schmelter)

Ein Filmemacher wird in die Notaufnahme gebracht. Sein Gesicht ist bis zur Unkenntlichkeit entstellt. Während sich die Pressemeute auf ihn stürzt, tummeln sich im OP schmusende nackte Männer. Der Filmemacher lässt sein Leben Revue passieren. Eine Selbstreflexikon mit großer Selbstironie. Michael Brynntrup, 1959 in Münster geboren, verarbeitet in seinem 101-Minuten-Film mehrere seiner Kurzfilme sowie TV-Interviews und die Bilder seiner Lover. (...) Tagebücher, die zu Filmen werden. Wahrheiten über sich, die raus müssen. So narzisstisch und authentisch direkt hat sich noch kein schwuler Filmemacher selbst inszeniert. Rosa von Praunheim könnte neidisch werden. Ein fesselndes und experimentelles Vexierspiel um Wahrheit und Lüge in den Medien.
(ADAM, Nr.223, Mai/Juni 2004 - Hermann J. Huber)

Experimento narrativo sobre la realización cinematográfica particular del director Michael Brynntrup, sobre cómo construye las imágenes documentando varios niveles internos de la narración, desde su concepción hasta la producción del filme. E.K.G Expositus Es formalmente un metafilme y, en cuanto a la relación forma-contenido, es un filme personal en el que plantea preguntas éticas concernientes a la autenticidad de las imágenes, la relación verdad-falsedad y la privacidad de las mismas.
(Kinetoscopio, Vol.14, No.69, Medellín, August 2004 - Pedro Adrián Zuluaga)

E.K.G. Expositus (Die öffentlichen und die künstlerischen Medien) - Eingearbeitet hat Brynntrup den »Loverfilm«, eine selbstironisch aufbereitete Liste aller Lover seines Lebens, und »Aide Mémoire«, das intime Porträt des aidskranken Fotografen Jürgen Baldiga. Diese frühen Filme Brynntrups illustrieren unterschiedliche Formen, künstlerisch von sich selbst zu sprechen. Im Gegensatz dazu stehen öffentliche Medien, die Bilder nur dann senden, wenn die Quote stimmt. Es geht um Authentizität, Wahrheit, Lüge. Und dann geht es auch um die Frage, wie weit ein Bild gehen darf?
(Katalog Lesbisch Schwule Filmtage Hamburg, http://hamburg.gay-web.de/filmtage - Oktober 2004)

Do pictures lie, confirm or just confuse? This experimental film is a complex combination of Michael Brynntrup's work, both old and new, that adresses such questions.
(catalogue Lesbian&Gay Film Festival, Hamburg, http://hamburg.gay-web.de/filmtage - October 2004)

It is midnight at Immanuel Kant Hospital in Neukolln, Berlin. We see a patient being admitted. TV journalists are stationed and ready. Men are kissing in a corner of the room. As the tale unravels, we see that the story told is really a reflection on the narrative itself. A self-portrait in broadcast and artistic media, acclaimed international artist Michael Brynntrup's latest feature-length work is bound to leave you guessing at every turn, combining experimental filmmaking with dramatic nuances. A profound subversion of what we have come to expect from the everyday images we see from the media.
(catalogue Hong Kong Lesbian&Gay Film&Video Festival, http://www.hklgff.com/film.html - November 2004)

Rather than being a film about the omnipresent Brynntrup as a person, »E.C.G. Expositus« exhaustively explores the obsessive reproduction of images of the self, superficial and glib in themselves, both playful and unsettlingly claustrophobic in their seemingly endless variations and elaborations.
(http://www.sensesofcinema.com, Maximilian Le Cain - February 2005)

monografischer Artikel | monographic review

A filmmaker is wheeled into an emergency unit with life-threatening injuries. Campy images of trans newscasters and naked boys kissing haunt the examination room.
Thus begins E.K.G. Expositus, the fascinating experimental autobiographical documentary on the work of Michael Brynntrup. Bookended by short images of the naked artist illuminating our way into and out of his life, the film explores Brynntrup`s prolific and eclectic body of work. Creator of over fifty independent experimental shorts (and two features), Brynntrup has been called everything from a genius to `self indulgent and crude.` (...)
In Brynntrup`s case the medium truly is the message.
(http://www.insideout.on.ca/15Annual/films/program_details.cfm - May 2005)

Not so much a self-portrait as a meditation on the self-portrait and its relationship with the public gaze, its form could be described as cumulative. In devouring five entire previous shorts from the ’90s, as well as numerous clips from earlier Brynntrup movies, E.C.G. appears to have grown organically out of what came before it, at once a sort of creative stock taking of Brynntrup’s career to date and a projection of his fascination with the narcissistic self-image into a newly vertiginous interplay of reciprocal mirrorings. The planes of reflection are, on one hand, the media-gaze on Brynntrup’s films and, on the other, those same films’ look into Brynntrup’s private life. Or, more accurately, his careful arrangement of his private life into films for public consumption – films that are, as Brynntrup admits, less private than they appear.
(Being Michael Brynntrup, http://www.sensesofcinema.com, Maximilian Le Cain - July-September 2005)

biografischer Artikel | biographic review

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Interview | interview
Stefanie Schulte Strathaus, Interview zu »E.K.G.EXPOSITUS« am 05.01.04, veröffentlicht in: Katalog des 34. Internationalen Forum des Jungen Films, Filmfestspiele Berlin, 2004
Interview | interview
Stefanie Schulte Strathaus, Interview on »E.K.G.EXPOSITUS« on 05.01.04, translated and printed in: Catalogue 34. International Forum des Jungen Films, Filmfestspiele Berlin, 2004

Interview | interview
Heidi Enzian, Fragebogen zur DV-Technik des »E.K.G.EXPOSITUS«, email Antworten vom 04.02.04; http://www.netloungedv.de/2004/EKG.html